Montag, 5. Mai 2014

Leseprobe zum 2. Teil der New Steampunk Age Reihe

Schon vor einer Weile habe ich über meine Facebook-Page eine neuen, kleine Leseprobe gepostet, die ich Euch nicht vorenthalten möchte. 

Lilith befindet sich in einem unterirdischen, ägyptischen Grabmal, das vor kurzem freigelegt wurde. Man sagte ihr, dass es an einer bestimmten Stelle eine Falle gäbe, außerdem findet sie dort unten noch andere seltsame Dinge. 


Viel Spaß beim Lesen ^^

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Lilith hob die Lampe hoch um die Wände nach Spuren irgendeiner Art von Mechanismus abzusuchen, doch ihr war klar, dass sie nichts finden würde. […] Ihr Blick viel auf den Kompass an ihrem Handgelenk. Die Nadel drehte vollkommen durch und wirbelte wild in die eine und dann wieder in die andere Richtung. Sie nahm den Rucksack von ihren Schultern und holte das kleine Brillenetui heraus. Darin befand sich eine Sonderanfertigung, die Lilith zu ihrem achtzehnten Geburtstag von ihrer Großmutter bekommen hatte. Großmutter Aura hatte, im Gegensatz zu ihrem damaligen Ehemann, immer großes Interesse an Werdegang ihrer Enkel gezeigt. Die Brille mit den verschiedenfarbigen Gläsern und Aufsätzen zeigte dem Betrachter die fließende Magie als silbrigen Strohm an. Doch welche Kombination der Aufsätze Lilith auch verwendete, Magie war weit und breit keine zu sehen. Sie legte die Brille zurück in ihr Etui und verstaute es im Rucksack, dann setzte sie die Schweißerbrille wieder auf. Doch diese zeigte ihr nur die genaue Zusammensetzung des Steines. Ein Seufzen entwand sich ihren Lippen, sie legte den Kopf in den Nacken und ließ die Schultern kreisen.
„Da bleibt mir wohl keine andere Möglichkeit.“, meinte sie zu sich selbst und ließ den Kopf nach vorne kippen.
Doch bevor sie einen weiteren Schritt tun konnte zog ein kalter Luftzug an ihrem Nacken vorbei. Sie öffnete die Augen, auf den Gläsern der Schweißerbrille blinkten ein kleiner Pfeil und ein Wort auf.
Anomalie
Sie erstarrte, irgendwo hinter ihr stand etwas, sie spürte es und der Pfeil zeigte nach rechts. Noch ein Luftzug, kühler und länger. Es kam näher. Es war leise, es gab keinen Ton von sich, doch es war da. Lilith schluckt, es stand nun direkt hinter ihr, ganz nahe, sie spürte seine kalten Atemstöße. Das Herz schlug ihr so hart gegen die Rippen als wollte es aus ihrem Körper hinausspringen. Das Wesen war ganz still, doch seine Augen hafteten auf der Gestalt der Halb-Vampirin.
Anomalie
Langsam und äußerst vorsichtig wandte sie sich um. Das schwache Licht ihrer Petroleumlampe fiel über die Wand und steifte den Sandboden. Liliths Augen folgten dem Schein, bis sie sich vollkommen umgewandt hatte …

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