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Jägerin der besonderen Worte

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Als Autorin verstehe ich mich immer mehr auch als eine Person, die besonders schöne oder seltene Wörter sucht. Warum? Na, damit sie nicht verloren gehen.

Ein ehemaliger Kollege erzählte mir einmal, dass es in seiner Familie Sitte ist, dem erstgeborenen Jungen einen bestimmten Namen zu geben. So kommt es vor, dass dieser eine Name sehr häufig auf Familienfeiern gerufen wird. Ich fand das im ersten Moment verwirrend, doch dann erklärte er mir, dass dieser Name in seiner Familie eine wichtige Bedeutung hat und darum von Generation zu Generation weitergegeben wird.

Namen sind ein Aspekt der Sprache, werden sie nicht mehr verwendet, geraten sie Vergessenheit. So passiert es auch Wörtern, die aus unserem Sprachgebrauch verschwinden. Berufe, die es nicht mehr gibt, werden auch nicht mehr genannt und oft weichen alte Begriffe neuen Bezeichnungen.

Seit einiger Zeit sehe ich mich daher als Autorin auch stärker zur Jägerin besonderer Worte berufen, die ich in meinen Büchern niederschreiben und so …

Schreibe ohne Angst, editiere ohne Gnade

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Das gehört nicht in die Phantastik!

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Gewalt gegen Frauen, Asylpolitik, Flüchtlinge, Diskriminierung von Minderheiten und Andersartigen, Mobbing, das und vieles mehr sind unbeliebte Themen, die in den Zeitungen hochgespielt werden, die wir aber außer in den News nirgendwo lesen möchten. Schon gar nicht in fiktiven Geschichten, denn schließlich wollen wir in andere Welten abtauchen um die Wirklichkeit zu vergessen … oder doch nicht?

Zum Anfang!
Das Lektoren-Team David Rohlmann und Maria Engels bringen seit letztem Jahr die Anthologie-Reihe „Saint Falls“ heraus (Teil 1 – Happy End, Teil 2 – Glass Coffin). Mit „Märchen aus der Welt des Verbrechens“ sind die eBooks untertitelt und schnell wird klar: Hier werden klassische Märchen neu und auf teilweise dürstete Weise interpretiert.
Für „Glass Coffin“ hat Autorin Jenny Wood [Link zur Facebook-Page] die Geschichte „Das Mädchen für tausendundeine Nacht“ beigesteuert. Eine Interpretation der Märchen aus 1001 Nacht, in der Scheherazade als Prostituierte auftritt. Im Laufe der Geschic…

Teil 3 // Schreibziel 41.190

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Und nun ging es doch schneller als gedacht - mit 41.190 Worten habe ich die 2. Phase beendet! 
YAY Party!!!

Nachdem ich tatsächlich den den vergangenen September und Oktober, sowie einen Großteil des Dezembers kaum zum Schreiben gekommen bin, habe ich nun wieder einiges aufgeholt. Mit Schwung und Kaffee konnte ich vor wenigen Stunden die Rohfassung beendet. 

Teil 3 nimmt immer mehr Gestalt an. Die Figuren wollten einige Umwege gehen, haben viele neue Wege eingeschlagen und sind am Ende doch an ihrem Ziel angekommen. Nun, da das Skelett steht, wird es Zeit alles zu überarbeiten, auszuformulieren und mit Leben zu füllen. 

Ich liebe die Überarbeitungsphase und bin sehr gespannt, was sich noch alles ergeben wird. In jedem Fall liege ich wirklich gut im Zeitplan und hoffe, dass ich Euch bald schon ein bisschen mehr erzählen kann.

Bis dahin
Fay

Meine erste Lesung

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Es ist passiert! 
Am vergangenen Samstag, zum BuCon 2016 hatte ich meine erste Lesung. Zusammen mit den Kolleginnen Katharina Fiona Bode und Mia Faber veranstalteten wir die "Worte aus Dampf" Lesung. Und ich durfte starten, weil ich am meisten Schiss hatte. Obwohl ich eigentlich schon einmal vor Publikum gelesen hatte, war das damals in einem kleineren Rahmen, diesmal war ich ziemlich aufgeregt. Aber ich denke, es ist - trotz einiger Verhaspler - ganz gut geworden. 
Einen Clip gibt es davon auch. Schaut doch mal rein ^^

Eure Fay


Wie ich schreibe

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Heute möchte ich Euch ein bisschen an meiner Schreib-Arbeit teilhaben lassen und erzählen, wie ich schreibe bzw. wie ich mir meine eigenen Schreibphasen erarbeitet habe.

Zunächst zu meiner Vorgeschichte:
Als ich "Wien - Stadt der Vampire" geschrieben habe tat ich dies vollkommen ohne irgendwelches Vorwissen. Ich hatte keine Ahnung von einem genauen Grundgerüst, verfolgte einen vagen roten Faden und habe einfach nur drauf losgeschrieben. Heute ist mir klar, dass ich nie wieder so frei schreiben kann, wie ich es damals getan habe. Aber damals dachte ich, dass ich gerade den nächsten Bestseller fabriziere ^^

Ich habe schon immer geschrieben, in meinem Kopf schwirrte so viel rum, dass einfach raus musste. Fanfictions und gemeinsame Schreibprojekte mit Schulfreundinnen waren ein super Ventil. Aufsätze in der Schule schrieb ich mit einer Schnelligkeit runter, dass ich immer die erste in der Klasse war, die abgeben konnte (Deutsch war aber auch das einzige Fach in dem ich wi…

Teil 3 // Schreibziel 22.626

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Moin Ihr Lieben, im letzten Monat habe ich mein Schreibziel gleich zwei Mal übertroffen. Statt 2.500 Worten habe ich 7.500 Worte geschafft. Insgesamt bin ich nun bei 22.626 Worten und somit fast in der Mitte. Ich möchte in jedem Fall wieder um die 50.000 Worte schaffen. Momentan bin ich in der "Grob alles runterschreiben"-Phase, in der ich die Geschichte einfach nur durchschreibe, ohne besonders auf Wortwiederholungen oder sonstige Fehler zu achten. Alles wird einfach mal Quick & Dirty geschrieben. Denn ganz ehrlich, das schreiben einer Geschichte ist für mich der schwierigste aber gleichzeitig auch kürzeste Part. Ist die Geschichte einmal zu Papier gebracht kommt der lange Part mit Überarbeiten und Verbessern, doofe Stellen rausstreichen, gute Stellen noch besser machen und so weiter. 
Für mich ist es eine recht befreiende Arbeit, einfach schreiben zu können, ohne auf irgendetwas achten zu müssen. Vielleicht komme ich auch deswegen gerade so gut voran. Ich kümmere mich nu…